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Brettschichtholz – für hohe Anforderungen an Tragfähigkeit und Erscheinungsbild
Brettschichtholz (BSH) ist der Baustoff für weit gespannte Tragwerke. Er besteht aus mehreren Brettlamellen, die durch Keilzinkenstöße verbunden sind.
Die Lamellen werden zu geraden, gekrümmten oder dreidimensional geformten Elementen im Pressbett verklebt. Üblich sind Bauteilhöhen bis 2.000 mm, Breiten bis 220 mm und Längen bis 30 m, doch weitaus größere Abmessungen sind herstellbar. Die Dimensionen sind von den Transportmöglichkeiten abhängig.
Es können Bretter unterschiedlicher Festigkeitsklassen entsprechend der statischen Anforderung innerhalb des Querschnitts angeordnet werden. Nach dem Aushärten des Klebers wird das Bauteil gehobelt, gefast und zugeschnitten; bei Bedarf werden Ausfräsungen angebracht. Üblicherweise wird Fichtenholz verwendet, andere Nadelholzarten und einige Laubhölzer sind ebenfalls zugelassen. Die Verleimung erfolgt je nach Nutzungsklasse und optischen Anforderungen mit verschiedenen Kunstharzklebern oder Polyurethan. Drei Oberflächenqualitäten (Industriequalität, Sichtqualität, Auslesequalität) können bestellt werden. Nur amtlich zugelassene und güteüberwachte Betriebe dürfen Brettschichtholz herstellen.
Brettschichtholz ist sehr homogen, formstabil und tragfähig. Es eignet sich für die Konstruktion von Großhallen und Stadien, für Industriebauten, für Brücken, Türme und Sonderbauwerke, aber auch für Wohnhäuser und mehrgeschossiges Bauen. Mit Brettschichtholz wurden freitragende Spannweiten von 100 m und mehr in aller Welt realisiert.








